
Arbeitsfristen, Verpflichtungen, finanzielle Sorgen und das Gefühl, alles gleichzeitig bewältigen zu müssen… Stress gehört für viele zum Alltag. Aber wussten Sie, dass dieser ständige Druck auch Ihre Libido beeinträchtigen kann? In diesem Blogbeitrag gehen wir dem Zusammenhang zwischen Stress und Libido auf den Grund und geben Ihnen praktische Tipps, wie Sie Ihre Leidenschaft wieder entfachen können.
- Warum ist meine Libido so niedrig?
- Sexstatistik: Wie oft haben wir Sex?
- Was ist Cortisol und welchen Einfluss hat es auf die Libido?
- Sex und das Nervensystem
- 5 Tipps zum Stressabbau
- Was sind weitere Ursachen für eine niedrige Libido?
- Wie kann ich mein sexuelles Verlangen steigern?
- Nahrungsergänzungsmittel für Entspannung und Libido
Warum ist meine Libido so niedrig?
Haben Sie in letzter Zeit viel Stress und wirkt sich das auf Ihr Sexleben aus? Damit sind Sie nicht allein. Stress und Libido hängen eng zusammen. Bevor Sie sich aber fragen, warum Ihre Lust nachgelassen hat, sollten Sie sich zunächst die Frage stellen: Was genau bedeutet eine geringe Libido? Es gibt keine allgemeingültige Regel. Manche Menschen haben einfach eine stärkere Libido als andere.


Ein vorübergehender Rückgang des sexuellen Verlangens kann sich daher für jeden ganz unterschiedlich anfühlen. Erst wenn Sie merken, dass Sie darunter leiden oder Ihre Beziehung darunter leidet, sollten Sie die mögliche Ursache ermitteln und etwas dagegen unternehmen. Zum Glück gibt es viele Möglichkeiten!
“Die oft gehörte Aussage "zweimal pro Woche" ist eher ein Mythos als eine Richtlinie”


Wir reden gern über Sex, doch verlässliche Statistiken fehlen oft. Dadurch entsteht manchmal der Eindruck, andere hätten ein aktiveres Sexleben als man selbst, was aber keineswegs immer der Fall ist. Studien zeigen, dass Deutsche ihrem Sexleben durchschnittlich in der Regel nicht öfter als dreimal im Monat Sex haben.
Der oft gehörte Durchschnitt von "zweimal pro Woche" wird daher in der Regel nicht erreicht.
“Ein erhöhter Cortisolspiegel kann das sexuelle Verlangen unterdrücken”
Sie wissen vielleicht schon, dass anhaltender Stress schädlich für unseren Körper ist. Aber wussten Sie auch, dass das Stresshormon Cortisol die Libido regelrecht hemmt? So funktioniert es:
Cortisol ist das wichtigste Stresshormon des Körpers und wird von den Nebennieren produziert. In Stresssituationen wird Cortisol freigesetzt, um dem Körper zu helfen, mit dem Druck umzugehen. Dies ist die sogenannte Kampf-oder-Flucht-Reaktion. Und genau hier liegt das Problem.


Bei chronischem Stress bleibt der Cortisolspiegel erhöht. Ein erhöhter Cortisolspiegel kann die Libido beeinträchtigen. Cortisol kann die Produktion von Sexualhormonen wie Testosteron und Östrogen reduzieren, was sich direkt auf die Libido auswirkt.
“Langfristiger Stress führt oft zu ungesunden Gewohnheiten”


Das Nervensystem spielt auch eine wichtige Rolle für die Libido. Stress aktiviert den Sympathikus, das sogenannte "Gaspedal". Der Parasympathikus hingegen, das "Bremspedal", fördert Entspannung und sexuelle Erregung. Wer ständig unter Druck steht, hat es schwerer, in den für ein erfülltes Sexualleben notwendigen entspannten Zustand zu gelangen. Stress hat nicht nur körperliche, sondern auch psychische Auswirkungen.
Ein überlasteter und überreizter Geist lenkt vom sexuellen Verlangen ab und erschwert es, beim Sex wirklich präsent zu sein. Zudem beeinflusst Stress häufig die Stimmung. Angstgefühle oder depressive Verstimmungen verstärken sich und können die Libido weiter dämpfen.
Chronischer Stress führt oft zu ungesunden Gewohnheiten. Betroffene essen, trinken oder rauchen emotionaler und vernachlässigen Selbstfürsorge und Bewegung. Dies schadet nicht nur der körperlichen Gesundheit, sondern auch dem Selbstwertgefühl. Und genau dieses Selbstwertgefühl spielt eine entscheidende Rolle für ein gesundes und erfüllendes Sexualleben.
“Körperliche Aktivität ist eine der besten Möglichkeiten, Stress abzubauen”
Natürlich möchte niemand gestresst sein. Im Folgenden finden Sie 5 Tipps zur Stressreduzierung.
1. Gehen Sie der Stressursache auf den Grund: Es mag offensichtlich erscheinen, aber die Stressursache zu beseitigen ist immer ratsam. Ist beispielsweise Ihre Arbeit (zu) stressig? Sprechen Sie darüber und nehmen Sie sich eine Auszeit. Wenn das nicht möglich ist, versuchen Sie, die Stressquelle zu reduzieren oder ihre Auswirkungen abzumildern.


2. Treiben Sie regelmäßig Sport: Körperliche Aktivität ist eine der besten Möglichkeiten, Stress abzubauen. Sport setzt Endorphine frei, die die Stimmung verbessern und Stress lindern. Regelmäßige Bewegung kann außerdem Ihre Energie steigern, die Durchblutung verbessern und Ihr allgemeines Wohlbefinden steigern.
3. Achten Sie auf ausreichend Schlaf: Ein guter Schlaf ist essenziell für Ihr Energieniveau und Ihren Hormonhaushalt. Sorgen Sie für 7–9 Stunden erholsamen Schlaf pro Nacht. Dieser Blogbeitrag bietet weitere Tipps zur Verbesserung Ihrer Schlafqualität.
4. Achtsamkeit und Meditation: Regelmäßige Ruhephasen und Entspannungsübungen beruhigen Ihr Nervensystem. Dies reduziert Stress, was sich positiv auf Ihre Libido auswirkt.
5. Sprechen Sie darüber: Teilen Sie Ihre Sorgen Ihrem Partner, einem Freund oder einem Experten mit. Ihre Gefühle auszudrücken, kann Ihnen helfen, sich besser zu fühlen und Stress vorzubeugen.
“Denken Sie an hormonelle Veränderungen, das Alter, Beziehungsprobleme, Medikamenteneinnahme, Übergewicht oder auch Übertraining”
Was sind weitere Ursachen für eine niedrige Libido?
Stress ist nicht der einzige Faktor, der Ihre Libido beeinflussen kann. Auch andere Faktoren können zu einer verminderten Libido beitragen. Dazu gehören hormonelle Veränderungen, das Alter, ein geringes Selbstwertgefühl, Beziehungsprobleme, Medikamenteneinnahme, Übergewicht oder sogar Übertraining. Wenn Sie eine medizinische Ursache für Ihre verminderte Libido vermuten, ist es ratsam, Ihren Arzt aufzusuchen. Er kann Ihnen helfen, die Ursache abzuklären. Indem Sie die Ursache Ihrer verminderten Libido kennen, können Sie gezielter dagegen vorgehen.
“Es erfordert bewusste Aufmerksamkeit und Priorität”


Sexuelle Lust entsteht selten von selbst. Sie erfordert bewusste Aufmerksamkeit und Priorität, genau wie Arbeit oder Hobbys. Denn obwohl körperliche Gesundheit und Hormonhaushalt eine Rolle spielen, entsteht sexuelle Erregung primär im Gehirn. Investieren Sie daher Zeit in sich selbst und Ihre Beziehung, um die Leidenschaft neu zu entfachen.
Untersuchen Sie dabei, wie Ihr "Gaspedal" und Ihr "Bremspedal" funktionieren. Was hilft Ihnen, in Stimmung zu kommen? Ist es Entspannung oder eine liebevolle Berührung? Und was hält Sie davon ab? Ist es Stress oder Müdigkeit? Indem Sie diese Faktoren untersuchen, lernen Sie Ihre eigenen Bedürfnisse besser zu verstehen und schaffen mehr Raum für Intimität.
“Adaptogene sind Pflanzen, die dem Körper helfen, besser mit Stress umzugehen und das hormonelle Gleichgewicht zu unterstützen”
Möchten Sie Ihre Libido steigern? Dann sollten Sie adaptogene Kräuter in Betracht ziehen. Adaptogene sind Pflanzen, die dem Körper helfen, besser mit Stress umzugehen und den Hormonhaushalt zu unterstützen. Eine der bekanntesten ist Maca. Maca wirkt sich positiv auf das Energieniveau * und die Libido* aus. Und wie wäre es mit Ashwagandha? Ashwagandha hilft in stressigen Situationen *, unterstützt die männliche Potenz * und die weibliche Gesundheit *.


Zu den weiteren bekannten Adaptogenen zählen Rhodiola, Panax Ginseng, Sibirischer Ginseng, Schisandra, Tulsi und Shatavari. All diese Kräuter können zu einer größeren Widerstandsfähigkeit in Stresssituationen beitragen und eine normale Libido unterstützen*.
* Gesundheitsbezogene Angaben auf der Grundlage pflanzlicher Inhaltsstoffe werden derzeit von der EFSA verarbeitet.
Fragen oder Ratschläge?
Möchten Sie mehr über die Auswirkungen von Stress auf den Körper erfahren oder suchen Sie nach einem geeigneten Nahrungsergänzungsmittel für Ihre persönliche Situation? Dann kontaktieren Sie unsere Experten über das Kontaktformular oder während der Bürozeiten telefonisch unter +31(0)85 - 773 17 13 (Ortstarif).



